top of page

CSRD, EU-Taxonomie und nachhaltige Finanzberichterstattung: Der neue Rahmen, der Unternehmen in Europa verändert

  • patriciamoralessan
  • 8. Dez. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Nachhaltigkeit ist längst kein optionales Thema mehr, sondern hat sich zu einem strategischen Grundpfeiler europäischer Unternehmen entwickelt. Mit der Einführung der CSRD, der Festigung der EU-Taxonomie und den Offenlegungspflichten der SFDR hat die Europäische Union ein Regulierungsgefüge geschaffen, das die Art und Weise, wie Organisationen ihren Einfluss messen, steuern und kommunizieren, grundlegend verändert. Dieses kohärente und anspruchsvolle System treibt einen strukturellen Wandel in den Beziehungen zwischen Unternehmen, Investoren, Kunden und weiteren Stakeholdern voran.


Quelle: Freepik

CSRD: Transparenz als strategischer Motor

Die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) erweitert den Kreis der berichtspflichtigen Unternehmen erheblich und erhöht zugleich die Qualität und Vergleichbarkeit der Nachhaltigkeitsinformationen. Unternehmen müssen gemäß den European Sustainability Reporting Standards (ESRS) berichten, die auf dem Prinzip der doppelten Materialität basieren: zum einen die Auswirkungen von ESG-Faktoren auf die finanzielle Performance des Unternehmens, zum anderen der Einfluss des Unternehmens auf Umwelt und Gesellschaft.

Diese integrierte Sichtweise macht Nachhaltigkeit zu einem strategischen Kernelement und erfordert robuste Governance-Prozesse, verlässliche Datensysteme sowie eine kontinuierliche Überwachung – inklusive externer Prüfung. Nachhaltigkeitsberichterstattung erreicht damit dieselbe Relevanz und Verifizierbarkeit wie die klassische Finanzberichterstattung.


EU-Taxonomie: Klarheit darüber, was wirklich nachhaltig ist

In einem Umfeld, in dem Greenwashing zu einem realen Reputations- und Regulierungsrisiko geworden ist, schafft die EU-Taxonomie ein gemeinsames technisches Verständnis dafür, welche wirtschaftlichen Aktivitäten als nachhaltig gelten können. Eine Tätigkeit muss wesentlich zu einem der Umweltziele der EU beitragen, den anderen Zielen keinen erheblichen Schaden zufügen und Mindeststandards im sozialen Bereich einhalten.

Für Unternehmen bedeutet dies eine Überprüfung ihrer Geschäftsmodelle, die Identifizierung von Dekarbonisierungspotenzialen und die Bewertung des Anteils von Umsätzen, Investitionen und Betriebsausgaben, die als taxonomiekonform gelten. Dies beeinflusst zunehmend auch die Bewertung durch Investoren und den Zugang zu nachhaltigen Finanzierungsquellen.


SFDR: Finanzmärkte als Treiber der Transformation

Die Sustainable Finance Disclosure Regulation (SFDR) ergänzt diesen Rahmen, indem sie Vermögensverwalter, Fonds und Finanzinstitute verpflichtet, offenzulegen, wie sie ESG-Risiken und -Auswirkungen in ihre Anlageentscheidungen integrieren. Finanzprodukte müssen klar einordnen, inwieweit sie nachhaltige Ziele verfolgen – und diese Aussagen müssen mit belastbaren Daten untermauert werden.

Die SFDR stärkt die Transparenz der Finanzmärkte und erhöht das Vertrauen der Anleger. Gleichzeitig baut sie auf den CSRD-Daten der Unternehmen und den technischen Kriterien der EU-Taxonomie auf. So entsteht ein durchgängiger Informationsfluss: vom Unternehmen über das Finanzprodukt bis hin zum Endanleger.


Ein vernetztes System, das Entscheidungen verändert

Das Zusammenspiel von CSRD, EU-Taxonomie und SFDR schafft eine europaweit einzigartige Architektur. Unternehmen liefern standardisierte, geprüfte Nachhaltigkeitsdaten; die Taxonomie definiert präzise, was nachhaltig ist; und der Finanzsektor nutzt diese Informationen zur Bewertung und Offenlegung seiner Produkte. Nachhaltigkeit wird damit messbar, vergleichbar und wirtschaftlich relevant.

Trotz Herausforderungen wie dem Ausbau der Dateninfrastruktur, der Einbindung von Lieferketten und der Anpassung von Governance-Modellen ergeben sich erhebliche Chancen: bessere Zugänge zu nachhaltigen Finanzierungen, stärkere Marktpositionierung und langfristige Wettbewerbsfähigkeit.


Der Blick nach vorn

Europa setzt auf qualitativ hochwertige Informationen, um den Wandel zu einer grüneren und widerstandsfähigeren Wirtschaft voranzutreiben. Für Unternehmen bedeutet dies ein echtes Commitment zu Transparenz, Messbarkeit und kontinuierlicher Verbesserung. Diejenigen, die diese Standards früh integrieren, werden besser gerüstet sein, die steigenden Erwartungen von Investoren, Regulierungsbehörden und Kunden zu erfüllen – in einem Markt, in dem Nachhaltigkeit ein entscheidender Erfolgsfaktor geworden ist.


Möchten Sie mehr über die europäischen Standards im Bereich Nachhaltigkeit und die Vorschriften erfahren, an denen sich Ihr Unternehmen orientieren kann?

Bei MOSAIC helfen wir Ihnen dabei: info@mosaic.mx

 
 
 

Kommentare


© 2025 by MOSAIC by Patricia Morales Sánchez

info@mosaic.mx   |   Buchenweg 3, 53343, Wachtberg, Deutschland

bottom of page